Undichte Fugen im Teak erneuern

Von den fünf Arten von Leckagen in unserem Teakdeck sind die undichten Fugen mit Abstand die aufwändigste Baustelle. Die Dichtmasse ist nach dreißig Jahren spröde geworden, an etlichen Stellen hat sie sich von den Flanken der Teakleisten gelöst - die sogenannte Kantenablösung. Flicken lässt sich das nicht: Die Fuge muss raus und neu gezogen werden. Das ist keine schwierige Arbeit, aber es kostet Zeit und wir werden noch eine ganze Weile damit beschäftigt sein. Höchste Zeit also, aufzuschreiben, wie wir dabei vorgehen und was wir gelernt haben.

Kantenablösung: Die Fugenmasse hat sich von der Flanke der Teakleiste gelöst

Wir haben uns entschlossen, mit den wichtigsten Stellen anzufangen, um schnell die offensichtlich leckenden Fugen zu erneuern. Hat man mehr Zeit (zum Beispiel im Winterlager), wird man etwas anders vorgehen und vielleicht das gesamte Deck auf einmal runderneuern.

Arbeitet man im Freien, sollte man natürlich nie mehr Fugen aufmachen, als man auch sicher bis zum nächsten Regenschauer wieder gefüllt bekommt - eine offene Fuge ist definitiv nicht gut, wenn’s regnet. Überhaupt sollte man auf’s Wetter achten: Beim Schleifen etwas Wind aus der falschen Richtung, und der Nachbar in Lee grüßt einen nicht mehr…

Wer im Winterlager in der Halle arbeitet, hat ein ähnliches Problem: Schleifarbeiten sind in vielen Hallen nicht gestattet, wenn man nicht eine wirklich überzeugende Absaugung hat.

Welches Fugensystem?

Wir bleiben bei Sika (290 DC Pro), weil es schon vorher im Deck war. Gerade weil wir Stück für Stück arbeiten und nicht alles auf einmal entfugen, treffen immer wieder neue Fugen auf alte. Fremde Fugenmassen vertragen sich nicht unbedingt miteinander (mehr dazu weiter unten beim Aktivator).

Wer das ganze Deck auf einmal neu macht, hat diese Bindung nicht und kann frei wählen. Eine verbreitete Alternative ist TDS SIS 440: silanbasiert, kommt ohne Primer aus (nur schleifen und mit Aceton reinigen) und spart damit einen Arbeitsschritt und den recht teuren Primer. Daneben gibt es weitere Systeme - wir haben hier bewusst nicht experimentiert, sondern das genommen, was schon drin war.

Werkzeug und Material

Womit wir arbeiten — das komplette Werkzeug, alle Materialien und die Bezugsquellen — steht gebündelt in der Materialliste. Welches Werkzeug die mühsame Handarbeit wirklich erträglich macht, zeigt sich gleich bei den einzelnen Schritten.

Schritt für Schritt

Alte Fugenmasse ausschneiden

Zuerst muss die alte Masse raus. Von Hand geht das mit Cuttermesser und Fugenhaken: mit dem Messer rechts und links an der Flanke entlangschneiden, dann die Masse mit dem Haken herausziehen.

Ein kleiner Kniff macht das deutlich leichter: Statt nur an den beiden Flanken zu schneiden, setzt man noch zwei weitere Schnitte über Kreuz - jeweils von einer Kante schräg hinunter zum gegenüberliegenden Grund der Fuge. Mit diesen insgesamt vier Schnitten löst sich die Masse in Stücken, statt als ein zäher, rundum haftender Streifen. Sie lässt sich dann mit dem Haken viel williger herausziehen, und man muss spürbar weniger Kraft aufwenden. Die Klinge des Cutters regelmäßig abzuknipsen lohnt sich übrigens.

Vier Schnitte: rechts und links an den Flanken, dann zwei über Kreuz von der Kante zum gegenüberliegenden Grund - so löst sich die Masse in Stücken

Das funktioniert gut, ist aber trotzdem anstrengend und zieht sich - bei einem ganzen Deck geht das auf Dauer in die Hände. Wer zu zweit arbeitet, sollte pro Person ein eigenes Set dabeihaben: einen Kratzer und ein Messer für jeden.

Um in Zukunft schneller voranzukommen, haben wir uns für den Multimaster das Fein Schneidmesser (4 mm) bestellt. Die Idee: mit dem oszillierenden Messer die Masse an den Flanken lösen, statt jeden Zentimeter von Hand zu schneiden. Man hackt dabei wohl schnell mal ins Holz, es wird also ein wenig Übung brauchen, bis es gute Ergebnisse gibt. Ich werde berichten …

Fugenmasse entfernen: die üblichen Varianten

  • Cutter und Fugenhaken, von Hand: die Grundausstattung, an der man nicht wirklich vorbeikommt - der Cutter schneidet die Masse an den Flanken frei, der Fugenhaken zieht sie heraus. Beide braucht man sowieso für all die kleinen Stellen an den Leistenenden und in Ecken, wo keine Maschine hinkommt. Mit rund 55 € ist der Fugenhaken nicht günstig und mühsam ist es auch - für ein ganzes Deck wird man eine der folgenden Varianten (zusätzlich) verwenden.
  • Fein Multimaster mit Schneidmesser: schnell und schonend für die Hände, das oszillierende Blatt trennt die alte Masse gleich komplett heraus. Für uns die naheliegende Wahl: Einen Multimaster bzw. Multitool hat ohnehin jeder Boots-Bastler in der Kiste, uns fehlte nur das (auch nicht günstige) Schneidmesser. Aufpassen muss man trotzdem - bei Unachtsamkeit schneidet das Blatt in Flanke oder Grund.
  • Oberfräse: Für die Oberfräse baut man sich einen Teller mit einer Führung, die sauber in der Fuge läuft. Eher für gerade Fugen geeignet, wir haben es daher noch nicht ausprobiert. Wenn es klappt, müsste es eigentlich schnell gehen und perfekte Fugen hinterlassen. Eventuelle Reste an unsauberen Kanten kann man dann mit Cutter & Fugenhaken nacharbeiten.
  • Lamellofräse: Die Lamellofräse räumt die Nut mit ihrer kleinen Nutfräse sauber frei, hat eine gute Tiefenführung und kommt nah an die Leistenenden - geführt an einer neben der Fuge befestigten Leiste. Auf geraden Strecken geht das sauber und gleichmäßig, auf gebogenen nur mit ordentlich Rüstaufwand. Wir haben davon abgesehen: Das millimetergenaue Ausrichten der Führungsleiste war mir zu unsicher, und eine Lamellofräse hatte ich ohnehin nicht. Unser Freund Marc dagegen ist von dieser Variante überzeugt - auch wenn er sich anfangs beim Abrutschen zwei Leisten ruiniert hat. Die Dinger haben eben ordentlich Wumms.

Fugen gründlich reinigen

Ist die Masse raus, müssen die Flanken und der Grund der Fuge sauber werden - bis auf’s schiere Holz, ohne schwarzen Rand. Erst dann hält die neue Fugenmasse. Man schabt dafür mit dem Fugenhaken und etwas Druck die Kante entlang und verwendet dann den Fugenschleifer. Im Grunde ist das eine schmale Klinge, die genau in die Fuge passt. Man kann sich etwas in der Art selbst bauen, wir verwenden allerdings den Fugenschleifer von Toplicht.

Das Original-Schleifpapier dafür ist allerdings relativ teuer. Günstiger und mindestens genauso gut: ein Streifen ganz normales 80er Papier, passend zugeschnitten, so dass er sich um die Klinge falten lässt. Ein Stück doppelseitiges Klebeband hält das Papier an Ort und Stelle. So bekommt man nicht nur die Flanken, sondern auch den Grund der Fuge schön sauber.

Der Fugenschleifer säubert Flanken und Grund der Fuge

Den anfallenden Staub immer wieder mit dem Staubsauger wegsaugen - das hält die Arbeit sauber und man sieht besser, wo man noch nacharbeiten muss. Abgesehen davon hat die alte Fugenmasse nichts im Meer zu suchen und der Schleifstaub ist mutmaßlich nicht gesund.

Fugenband einlegen

In den Grund der Fuge kommt ein Fugenband. Es sorgt dafür, dass die Fugenmasse nur an den beiden Flanken haftet und nicht am Grund - nur so kann die Fuge arbeiten, ohne zu reißen. Ganz nebenbei wird sich dein “zukünftiges Ich” dafür bedanken: Das Band erleichtert es deutlich, die Fugenmasse “beim nächsten Mal” wieder herauszuschneiden, wenn sie irgendwann spröde wird.

Das Band lässt sich mit dem Fugenhaken oder - noch besser - dem Fugenschleifer ohne Papier am Boden der Fuge andrücken.

Noch bequemer geht es mit einem Fugenband-Abroller, der das Band gleich in die richtige Tiefe drückt. Sommerfeld & Thiele bieten so etwas an (toller Holzhändler übrigens), Toplicht ebenso - für rund 65-90 € allerdings eine Anschaffung, die bei kleineren Reparaturen nicht lohnt. Hat man ein komplettes Deck vor der Brust, würde ich jedoch nicht zögern. Vielleicht kennt man ja noch jemanden, dem man das teure Stück anschließend zum Geburtstag oder zur Bootstaufe schenken kann.

Abkleben - mit Abstand

Ob man die Fugen überhaupt abklebt, ist eine kleine Glaubensfrage. Zwingend ist es nur am Übergang zu den Aufbauten: Dort kann man nicht schleifen (warum, ist eigentlich klar - steht aber auch in Nach dem Lack: Neue Fugen), und nur sauberes Abkleben gibt eine saubere, schöne Kante. Auf dem Deck selbst ist es eine Abwägung - wir kleben trotzdem ab, und zwar aus gutem Grund.

Abkleben - ja oder nein?

Ob man die Fugen abklebt, ist selbst unter Fachleuten umstritten. Wer ein ganzes Deck neu verfugt und die Maschine und die Routine hat, die Fläche hinterher sauber plan zu schleifen, für den ist das Abkleben jeder einzelnen Fuge vor allem ein Zeitfresser - er überfüllt alles, härtet aus und schleift in einem Rutsch. (Andere Profis kleben trotzdem konsequent ab, zum Beispiel der Fugen-Spezialist Teakdecking Systems - die Meinungen gehen also wirklich auseinander.)

Für uns Amateure sieht die Rechnung anders aus. Eine große Fläche wirklich eben zu schleifen, will geübt sein, erfordert eine gute Maschine und jede Menge gutes Papier. Einfacher ist es, die zu schleifende Fläche von vornherein klein zu halten. Genau das leistet das Abkleben: Statt breit über das Deck zu gehen, bleibt nur eine schmale, leicht überstehende Fuge, die man abstößt und kurz nachschleift. Das spart unterm Strich Arbeit, macht weniger Dreck und trägt weniger vom ohnehin dünnen Teak ab. Für punktuelle Reparaturen von Hand kleben wir deshalb ab.

Wenn man abklebt, dann nicht direkt bis an die Fuge, sondern rechts und links etwa zwei Millimeter Abstand halten. Klebt man bis an die Kante, reißt man beim Abziehen des Bandes die frische Fugenmasse gleich wieder mit heraus. Mit dem kleinen Abstand bleibt die eigentliche Fugenkante unberührt. Ganz nebenbei geht es so auch schneller, da man nicht ganz so genau arbeiten muss.

Noch ein Handgriff, der sich später auszahlt: An das Ende jedes Bandstücks eine größere Falte legen, also ein kurzes Stück umgeschlagen aufkleben. Wenn am Ende alles mit Sika eingekleistert ist, findet man mit den klebrigen Handschuhen sonst kaum eine Kante zum Anfassen. An der Falte lässt sich das Band dagegen sauber greifen und vom Holz lösen. Ich weiß das so genau, weil wir es anfangs eben nicht gemacht haben. Was für eine Sauerei das war, kann man kaum beschreiben.

Beidseitig mit Abstand abgeklebt - an jedem Bandende eine umgeschlagene Falte, an der sich das Band später greifen und sauber abziehen lässt

Entfetten, Primern und Aktivator

Bevor der Primer kommt, wird die Fuge entfettet - Teak ist von Natur aus ölig, und ohne diesen Schritt haftet der Primer und vor allem die Fugenmasse schlechter. Wir nehmen dafür Pantasol und einen praktischen Trick: ein Mikrofasertuch um das Metallblech des Fugenschleifers wickeln und damit durch die Fuge fahren. So kommt man mit dem Entfetter sauber bis auf den Grund und hat ein weiteres Argument dafür, sich den eigentlich überteuerten Fugenschleifer zuzulegen.

Pantasol zum Entfetten zu nehmen war übrigens der freundliche Tip von einer sehr kompetenten Verkäuferin (und Segelerin) bei Yachtservice Skips in Kappeln.

Die frisch geschliffenen Flanken werden dann mit Sika Primer (Sika-Primer 290 DC oder den Sika Multiprimer) eingepinselt, damit die Fugenmasse gut am Teak haftet. Satt auftragen, es aber nicht übertreiben. Zu viel Primer kann die Haftung sogar verschlechtern.

An den Stellen, wo die neue Fuge auf alte Fugenmasse trifft - das lässt sich kaum vermeiden, wenn man nicht das ganze Deck auf einmal neu zieht - kommt zusätzlich Sika Aktivator (Haftreiniger 205) zum Einsatz. Er stellt die Verbindung zwischen neuer und alter Masse her - allerdings unter zwei Bedingungen: Die alte Fuge muss ebenfalls aus Sikaflex bestehen und noch gut am Holz haften. Ist das der Fall, schneidet man sie an der Kontaktstelle frisch zurück und trägt dann den Aktivator sparsam mit einem Tuch auf - zu viel schadet der Haftung auch hier eher, als dass es hilft. Weiß man dagegen nicht, was für eine Masse dort früher verarbeitet wurde, oder löst sie sich ohnehin schon, hilft nur eins: komplett heraus und die Fuge sauber neu aufbauen.

Der Primer muss anschließend mindestens eine Stunde trocknen. Wie immer bei diesen Produkten gilt: unbedingt ins technische Datenblatt schauen - dort stehen die genauen Zeiten und die zulässigen Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten.

Fugenmasse einpressen

Jetzt wird es richtig klebrig: Nach der Trockenzeit wird die Fugenmasse eingepresst. Wir verwenden dafür Sika 290 DC Pro.

Sika bekommt man aus dem Holz (und von den Fingern) nur schwer wieder heraus. Aus der Kleidung gar nicht. Deshalb: Einmalhandschuhe an - und jedes Mal wechseln, sobald man irgendwo hineingetatscht hat oder auch nur meint, dass das passiert sein könnte. Aus naheliegenden Gründen eignen sich schwarze Handschuhe hier weniger. Ein voller Handschuh, ein Stück abgezogenes Band: alles direkt in den bereitstehenden Mülleimer. Mit freundlichen Grüßen an Bootsmann Baum, der uns den Tipp gegeben hat.

Wie weit sich das Zeug verschleppt, haben wir am eigenen Boot gelernt: Nach der Aktion fanden wir Sika sogar unter Deck an einem der Polster wieder - besonders ärgerlich, wenn man die Polster gerade erst neu hat. Man tatscht einmal an die falsche Stelle, fasst dann irgendwo hin, und schon wandert die Masse mit.

Zum Einpressen braucht es eine gute Kartuschenpresse, da es ohnehin schon etwas in die Finger geht, man sehr kontrolliert arbeiten muss und dann nicht auch noch schwergängige Pressen gebrauchen kann.

Die Masse satt in die Fuge drücken und dabei bewusst überfüllen: Wegen des Schwunds beim Aushärten muss mehr rein, als am Ende stehenbleiben soll. Nach ein paar Metern hat man den Dreh raus und findet die richtige Geschwindigkeit und Menge.

Satt überfüllt und glattgezogen: die frische Fugenmasse

Mit einem Spachtel wird die Masse dann vorsichtig in die Fuge gedrückt. Luftblasen müssen wir vermeiden, damit hinterher alles schön dicht ist.

Man darf dabei allerdings nicht bis aufs Holz abziehen, sondern muss gute 1-2 mm Fugenmasse überstehen lassen. Zieht man direkt bis aufs Holz ab, bekommt man am Ende eine hohle Fuge - einen Wassersammler.

Hat man abgeklebt, zieht man das Band jetzt direkt vorsichtig ab. Nicht zu schnell, sonst zieht man die Masse aus der Fuge. Und nicht zu lange warten: Sonst zieht die Fugenmasse an, bildet eine Haut und reißt beim Abziehen unsauber.

Eine letzte Qualitätskontrolle kann man nach einer halben Stunde machen: Sind irgendwo Luftblasen aufgetreten oder ist Fugenmasse versackt, kann man sie mit dem Spachtel noch einmal nachdrücken oder man füllt noch einen Tropfen nach.

Dann heißt es warten: 24 Stunden aushärten lassen.

Abarbeiten und plan schleifen

Ist die Masse durchgehärtet, kommt der überstehende Teil weg. Dafür gibt es zwei Wege: von Hand mit dem Mozart-Messer oder mit dem Multimaster und dem festen Spachtel.

Von Hand mit dem Mozart-Messer: Das doppelklingige Messer stößt den Überstand der ausgehärteten Fuge ab

Die Fein führt man dabei in einem flachen Winkel von etwa 45 Grad, dann schneidet der Spachtel die überschüssige Masse sauber herunter.

Dabei vorsichtig arbeiten und möglichst nicht ins Holz schneiden - das verzeiht das Teak nicht. Natürlich kann man später alles mit dem Exzenterschleifer plan schleifen, aber das muss ja nicht sein.

Mit dem festen Spachtel am Multimaster wird die ausgehärtete Masse abgestoßen

Eine weitere Möglichkeit ist es, die überstehende Fugenmasse mit einem scharfen Stechbeitel abzustoßen. Mit einem breiten, gekröpften Beitel geht das am besten, da man damit die scharfe Kante flach über das Deck führen kann. Mit einem geraden Beitel haut man sich leicht wieder Lunken ins Holz.

Den letzten Rest schleift man dann plan: erst mit 80er Papier auf dem Exzenterschleifer, danach mit 120er zum Glätten. Wie bei den Proppen bleiben die Schleifspuren zunächst sichtbar und gleichen sich nach einigen Wochen in Sonne und Regen wieder an den Rest des Decks an.

Zum Schluss plan schleifen - erst 80er, dann 120er Papier

Wir haben übrigens bewusst darauf verzichtet, das noch nicht neu verfugte Deck der Optik halber ebenfalls zu schleifen - die Fugen kommen später ohnehin noch dran und wir wollten nicht unnötig viel Teak abtragen.

Ein letzter Schritt

Frisch geschliffen: die erneuerten Fugen im sauberen Teak

Deck reinigen (mit dem Staubsauger oder Besen + Kehrblech) und dann das Deck mit Salzwasser abspülen. Salzwasser sollte das Deck regelmäßig sehen - im Idealfall nach jedem Segeltag. Für die weitere Pflege reicht dann für lange Zeit einfache Schmierseife aus, die man mit einem möglichst weichen Schwamm aufträgt und danach gründlich abspült. Mehr zum Thema Pflege und Reinigung folgt in einem eigenen Post. Irgendwann. Jetzt wollen wir erstmal wieder segeln gehen …

Frisch gewässert im Abendlicht: das gepflegte Teakdeck mit den erneuerten Fugen

Was schafft man an einem Tag?

Als Anhaltspunkt, damit ihr die Arbeit besser einschätzen könnt, ein paar Zahlen von einem unserer Arbeitstage. Dabei beachten, dass wir Laien sind und uns gerade zum ersten Mal an die Fugen gemacht haben. Wer geübt ist, schafft sicher mehr. Abgesehen davon ist meine Frau (bei uns an Bord ist sie die Leitende Ingenieurin) sehr penibel und legt großen Wert auf Perfektion - das kostet etwas Zeit.

  • 37 Meter Fuge erneuert
  • 8 Stunden Arbeit zu zweit. Das macht auch mehr Spaß, als alleine.
  • 3,5 Kartuschen Sika verbraucht (eine Kartusche reicht für etwa 9-10 Meter)

Am nächsten Tag kamen dann noch einmal ein bis zwei Stunden fürs Abstoßen und Planschleifen mit dem Exzenter dazu - erst 80er, dann 120er Papier.

Fazit

Kein einzelner Schritt ist schwierig - aber es sind einige Schritte, man muss genau arbeiten, und daher zieht sich die Arbeit. Anders als bei den undichten Proppen, die man auch mal eben zwischendurch macht, ist das hier etwas, was stets einige Stunden kostet. Am besten, schaut man dabei ein wenig auf’s Wetter und plant die Arbeit in Etappen, damit man sich nicht übernimmt. Und auf Pausen achten - am Ende soll das Boot ja unser Hobby bleiben und nicht in Stress ausarten.

Vor dem recht teuren Spezialwerkzeug werden viele erstmal zurückschrecken. Dann versucht man es mit Cutter und Haken, und nach ein paar Metern kommen einem die Preise sehr viel preiswerter vor …

Wenn ihr eigene Erfahrungen mit dem Ausschneiden alter Fugen habt, gerade was Werkzeug angeht: Wir sind sehr gespannt und freuen uns über jeden Tipp.

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