Lille Svea

Irgendwann Anfang 2014 träumte ich mal wieder von einem eigenen Boot. Das ging mir schon seit Jahren so: Jedes mal, wenn ich an einem Hafen vorbei kam oder ein Boot am Horizont langsam vorbeizog – oder eben im Winter, wenn man zu Hause sitzt und an schönere Tage denkt.

Sehnsucht.

In den Monaten zuvor hatte ich bereits überlegt, was für eine Art von Boot mir gefallen könnte. In einer Yacht fand ich Beispielsweise einen Artikel über eine Bianca 27 – so etwas in der Art mochte ich: Ein Boot aus den 70ern, nicht zu groß, beherrschbar für jemanden, der jahrelang nur auf Charteryachten unterwegs war und wenig Erfahrung mit der Pflege und Wartung von Booten hatte. Keine große Plastik-Badewanne mit U-Spant und sparsam angebolztem Kiel, der bei der ersten kräftigen Grundberührung zur Großbaustelle wird. Keine 08/15 Inneneinrichtung mit Kunststoff-Oberflächen und ohne Atmosphäre.

Sobald man wirklich bereit dafür ist, findet sich etwas passendes in der kürzesten Zeit. Bei mir war es die erste Anzeige, auf die ich stieß, die allererste Bootsbesichtigung meines Lebens: Da stand dieses Boot mit den knuffigen Formen in einer Halle in Burgstaaken und wartete auch mich.

Elf kurzweilige Jahre war die Lille Svea erst mein, dann unser perfektes kleines Boot.

Warum das heute nicht mehr so ist und wir die Kleine aufgeben müssen, habe ich unter Kopenhagen – Eine Art Törnbericht beschrieben.