Pinsel oder Rolle?

Pinsel oder Rolle?

Um einen Klarlack auf das Holz zu bringen, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  1. Einen guten Pinsel für den Auftrag verwenden und anschließend mit dem Schaumpinsel verschlichten, um Luftbläschen auszustreichen.
  2. Anstelle des Pinsels eine hochwertige Rolle verwenden, die möglichst ein abgerundetes Ende hat. Anschließend wieder mit Pinsel oder Schaumpinsel verschlichten.
  3. Spritzen natürlich – aber das lasse ich hier mal außen vor, da fehlen mir die Erfahrungen.

Die Tage ist mir das (leider nur englischsprachige) Buch „Brightwork – The Art of Finishing Wood“ von Rebecca Wittman in die Hände gefallen. Wittman empfiehlt darin eine weitere Variante: Die Applikation direkt mit einem hochwertigen Schaumpinsel wie zum Beispiel dem Jen Manufacturing „Poly-Brush“.

Jen Manufacturing Orginal Poly-Brush kosten etwa 1,25€ pro Stück.

Ich habe das die Tage einmal ausprobiert – und bin begeistert! Der Schaumpinsel wird zu einem drittel eingetunkt, kurz abgestreift und dann vorsichtig(!) über das Holz gezogen. Sobald der Pinsel gut getränkt ist, bekommt man auf diese Weise eine wunderbar gleichmässige Oberfläche zustande, die perfekt verläuft. Zu sehr Druck ausüben darf man dabei natürlich nicht, da man dann sofort Schaumbläschen erzeugen würde oder zumindest zu viel Lack auf’s Holz bekäme.

Ich finde es auf diese Weise leichter, die „richtige“ und vor allem gleichmässige Menge Lack aufzutragen als mit der Rolle und viel einfacher als mit dem Pinsel. Natürlich habe ich nicht so viel Übung wie ein Profi – aber das geht ja auch anderen so.

Wiederverwenden lassen sich die Schaumpinsel natürlich nicht – aber dafür spart man sich auch die Verdünnung zum Reinigen und vor allem den Aufwand.

Bei 2K Lacken wird man bald merken, dass der Pinsel recht weich wird – hier braucht man je nach Fläche dann mehr als einen Pinsel pro Schicht.

Viel Spaß beim ausprobieren!

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